Aktuell / 19.05.2011

Weltrekord: Kombikraftwerk erreicht Wirkungsgrad von 60,75 Prozent

Die Rolle von Gaskraftwerken in Deutschland

Ingenieure bei Endmontage der größten Gasturbine am Westhafen im Jahr 2007.
Ingenieure bei Endmontage der größten Gasturbine am Westhafen im Jahr 2007. Bild: Siemens

Bis zum Projekt in Irsching erreichten Gas- und Dampf-Kraftwerke Netto-Wirkungsgrade von gut 58 Prozent. Die Gasturbinen haben je nach Größe Wirkungsgrade von gut 40 Prozent. Die Kopplung von Gasturbine und Dampfkreislauf ermöglicht höhere Wirkungsgrade.


Die installierte Nettoleistung von Gaskraftwerken in Deutschland betrug im Jahr 2008 rund 23,4 Gigawatt. Der Anteil an der gesamten installierten Kraftwerksleistung betrug knapp 16 Prozent. Erdgaskraftwerke trugen im Jahr 2007 mit rund 83 Terawattstunden zur Stromerzeugung bei. Das entspricht einem Anteil an der gesamten Stromerzeugung von etwa 14 Prozent.


Der Zubau von Kraftwerksleistung in Deutschland bestand seit dem Jahr 2000 maßgeblich aus Gas- und Dampf-Kraftwerken. Die neu geschaffenen Kapazitäten betragen circa acht Gigawatt.


Erdgasbefeuerte Kraftwerke besitzen heute einen Anteil von gut 25 Prozent an der global installierten Kraftwerksleistung. Langfristig rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) bis zum Jahr 2030 mit einer Steigerung der installierten Leistung um 50 Prozent.

Durch die im Vergleich zu Kohlekraftwerken niedrigen Kapitalkosten werden die Stromgestehungskosten eines Gaskraftwerks maßgeblich durch den Brennstoffpreis geprägt. Die zukünftige Entwicklung von Erdgaskraftwerkskapazität wird daher von der Entwicklung der Erdgaspreise bestimmt. Dies unterstreicht den Stellenwert der Steigerung der Wirkungsgrade.

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