CO2-Technologien

CO2-Emissionen aus Kraftwerken und Industrieanlagen lassen sich – unter Einsatz weiterer Energie – stofflich weiterverwenden oder chemisch in gut speicherfähige Energieträger umwandeln. Für den Energiebedarf kommen Stromüberschüsse infrage, die zeitweise im Netz nicht benötigt werden und die sich bisher großtechnisch nicht im ausreichenden Maße speichern lassen. Damit eröffnen sich technologische Pfade, die unter der Bezeichnung Power-to-X Technologien zusammengefasst werden. Hierzu gehören beispielsweise: Power-to-Gas, Power-to-Chemicals, Power-to-Liquid, Power-to-fuel und weitere. Mögliche Produkte sind beispielsweise chemische Grundstoffe, wie Polyurethan, sowie synthetische Treibstoffe (z. B. Kerosin) oder synthetisches Erdgas. Diese Entwicklung trägt zu einer stärkeren Vernetzung bisher getrennt agierender Industriesektoren bei, der sogenannten Sektorkopplung. Beispiele dafür sind eine stärkere Kopplung der konventionellen Kraftwerke mit der chemischen Industrie (Grundstoffe) und dem Mobilitätssektor (Treibstoffe).

Aktuell / 18.01.2017

Am 24. Februar 2017 wird sich auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Forschungsnetzwerk „Flexible Energieumwandlung“ gründen. Dieses umfasst hocheffiziente und flexible Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen, solarthermische Kraftwerke und Verfahren zur CO2-Abtrennung und Verwertung. Die bisherige Forschungsinitiative Cooretec wurde am 7. Nov. 2016 geschlossen und wird in das neue Netzwerk integriert. weiterlesen

Aktuell / 14.12.2016

Gasturbinen für den Einsatz in Kraftwerken und zum Antrieb von Flugzeugen sollen möglichst wenig Schadstoffe emittieren. Um dieses wichtige Entwicklungsziel zu erreichen, müssen die Ingenieure die Verbrennungsvorgänge innerhalb der Brennkammer der Turbine besser verstehen. Auf einem neu entwickelten Teststand haben Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und von Rolls Royce Deutschland gemeinsam eine erste Versuchsreihe durchgeführt. Das Projekt trägt den Namen Scarlet und ging Ende 2016 in Betrieb. weiterlesen

Aktuell / 10.10.2016

Stromüberschüsse lassen sich nutzen, um Wasserstoff mittels Elektrolyse zu erzeugen. Einen Teil dieses Wasserstoffs kann direkt dem Erdgas beigemischt und ins Erdgasnetz eingespeist werden. Der dann noch übrig bleibende Rest lässt sich für eine nachgeschaltete Methanisierung verwenden. Im Test hat ein neu entwickeltes biologisches Verfahren vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Das System ist für kleine, dezentrale Anlagen geeignet und zeichnet sich durch einen geringen Energiebedarf aus. weiterlesen

Aktuell / 18.07.2016

Eine Schlüsselkomponente für das künftige Energieversorgungssystem sind Hochtemperatur-Wärmespeicher. Sie können in Kraftwerken eine flexiblere Fahrweise ermöglichen und erleichtern es, in der industriellen Produktion Prozesswärme zwischenzuspeichern. Als Wärmeträgermedium werden in diesen Speichersystemen beispielsweise geschmolzene Salze eingesetzt. weiterlesen

Aktuell / 02.06.2016

Wie können Bestandsanlagen flexibler werden? Eine Antwort gibt Vattenfall mit dem Einsatz von Trockenbraunkohle-Brennern, die zur Zünd- und Stützfeuerung zum Einsatz kommen. Über dieses Forschungsvorhaben ist jetzt ein BINE-Projektinfo erschienen. weiterlesen