Aktuell / 01.03.2011

Trusted Cloud: Computerwolke wird zum Stromhandelsplatz

Zukünftige Stromnetze sind virtuelle Handelsplätze. Bild: KIT

Mit dem Wettbewerb „Trusted Cloud“ will das Bundeswirtschaftsministerium die Potenziale von Cloud Computing für die Wirtschaft zu erschließen. Das Vorhaben „PeerEnergyCloud“ plant nun, in der „Wolke eines Rechnernetzwerks“ neue Steuerungs- und Optimierungsprozesse für den Datenaustausch in Stromnetzen zu entwickeln.


Bei Trusted Cloud geht es darum, den Stromverbrauch in privaten Haushalten mit der Erzeugung in den Kraftwerken abzustimmen. Private Haushalte verbrauchen rund ein Drittel des Stroms, der von Kraftwerken produziert wird. Gegenwärtig ist aber der tatsächliche Strombedarf zu einem bestimmten Zeitpunkt für die Stromerzeuger nicht verbrauchergenau voraussagbar. Diese Probleme bestehen:

  • Standardlastprofile sind ungenau.
  • Der Lastgang lässt sich kaum optimieren.
  • Der Netzausbau muss sich an Spitzenlasten orientieren.
  • Reserve-Kraftwerke sind betriebsnotwendig.

 

Das Ziel von „Peer Energy Cloud“ sind innovative Erfassungs- und Prognoseverfahren über die Entwicklung von Stromverbräuchen. Dadurch ließe sich der Lastfluss optimieren und ein virtueller Markplatz für den Stromhandel innerhalb eines „Micro Grids“ aufbauen. Dieser Marktplatz ermöglicht einen lokalen Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch von Elektrizität innerhalb eines Subnetzes. Dies würde unmittelbar zu einer Entlastung übergeordneter Netzebenen führen. Der Ansatz trägt zur Verbesserung der Netzstabilität bei und verringert den Bedarf an einem kostenintensiven Ausbau überregionaler Stromnetze. So funktioniert die „Trusted Cloud“…