Aktuell / 07.12.2011

Sonderforschungsbereich für Turbinenschaufeln startet

Diese Turbinenschaufeln bestehen aus einer Superlegierung. Der Ausschnitt zeigt eine Probe, welche mit der 3D-Atomsonden- tomographie analysiert worden ist. Deutlich sind die einzelnen Atome der Legierungsbestandteile Nickel, Cobalt und Bor zu sehen. Bild: MPIE

Ziel des neuen Sonderforschungsbereichs der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist, den Wirkungsgrad von Gasturbinen für die Energieversorgung und Luftfahrt zu erhöhen. Dies ist nur mit einkristallinen Superlegierungen möglich. Eine neue Einkristalltechnologie soll nun in einem Verbundprojekt durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche entwickelt werden.

 

Der Sonderforschungsbereich Transregio 103 „Vom Atom zur Turbinenschaufel“ bekommt eine neue Förderung. Materialwissenschaftler von zwei Universitäten und drei weiteren Forschungseinrichtungen erhalten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine vierjährige Förderung über 12,8 Millionen Euro.


Die DFG richtet zum 1. Januar 2012 acht Sonderforschungsbereiche mit einem Förderungsbudget von insgesamt 82,7 Millionen Euro ein. Das Besondere an den Transregio-Sonderforschungsbereichen ist, dass sie sich auf mehrere Standorte verteilen und somit überregionale, interdisziplinäre Kompetenzen bündeln.

 

Bei Transregio 103 arbeiten diese Institute zusammen. Das Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) wird mit der dreidimensionalen Atomsonde die chemischen Analysen und die Grenzflächenanalysen für die Superlegierungen durchführen. Die Universität Erlangen stellt die zu untersuchenden Proben her und übergibt sie an das MPIE und an die Ruhr-Universität Bochum (RUB). Bochum übernimmt die Sprecherrolle und macht Zug- und Kriechversuche. Das Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLRI ist für die Beschichtung der Superlegierungen verantwortlich, um diese vor Korrosion und ähnlichen Umwelteinflüssen zu schützen.

Aktuell geförderte Projekte: