Aktuell / 18.01.2012

Solarthermie hat Kostensenkungspotenzial

Im Solarkraftwerk Lebrija reihen sich insgesamt 72 Kilometer Parabolspiegel aneinander. Bild: Siemens

Das solarthermische Kraftwerk Lebrija in Südandalusien ist am Netz. Die spanischen Behörden haben die Anlage zum Jahreswechsel 2011/12 in ein Register aufgenommen, wodurch der im Kraftwerk erzeugte Strom nun vergütet wird. Der Betreiber Siemens will die Kosten der Technologie durch Forschung weiter senken.


Die Anlage mit einer Leistung von 50 Megawatt wird Strom für bis zu 30.000 spanische Haushalte liefern. Siemens lieferte für das Kraftwerk Lebrija das Solarfeld inklusive der Solarreceiver, Kollektoren und Spiegel sowie die Dampfturbine. Das deutsche Unternehmen hat zudem die Systemintegration und das Engineering übernommen. Das spanische Partnerunternehmen Valoriza war für die Bauarbeiten, den Power Block und das System für das Wärmeträgermedium verantwortlich. Beide Unternehmen werden gemeinsam den Betrieb und die Wartung der Anlage übernehmen. "Neue Anwendungen sowie verringerte Kosten werden neue Marktchancen für die Solarthermie eröffnen. Forschung und Entwicklung spielen hier eine zentrale Rolle. Siemens ist derzeit dabei, einen Fahrplan zur Kostenreduzierung und für neue Anwendungen umzusetzen", sagt Ted Scheidegger, CEO der Siemens Division Solar Hydro.

Zehntelgrad genaue Präzision

Bei solarthermischen Kraftwerken bündeln Spiegel die Sonnenenergie und erhitzen damit Wasser. Der Dampf wiederum treibt mit hohem Druck eine Turbine an, die über einen Generator die mechanische Energie in Strom umsetzt.

 

Das Solarfeld in Lebrija umfasst eine Fläche von mehr als 54 Fußballfeldern Die Spiegel decken insgesamt 400.000 Quadratmeter ab. Dabei ist Präzision gefordert: Die Krümmung der Spiegel ist auf den Bruchteil eines Grades genau und die Spiegel selbst werden exakt nach dem jeweiligen Stand der Sonne ausgerichtet damit möglichst viel Sonnenenergie gebündelt und anschließend in elektrische Energie umgewandelt werden kann.

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