Aktuell / 05.05.2011

Rauchgaswäsche: US-Technik bietet Alternativen bei CO2-Verflüssigung

Der Praxistest neuartiger CO2-Verdichtung am brandenburgischen Standort Schwarze Pumpe kostete zehn Millionen Euro. Bild: Vattenfall

Die Oxyfuel-Technologie zur CO2-Abscheidung in Kohlekraftwerken soll effizienter werden. Der europäische Energieversorger Vattenfall und die amerikanische Firma Air Products haben dazu ein gemeinsames Forschungsvorhaben begonnen. Air Products testet in Schwarze Pumpe (Brandenburg) sein neues Verfahren erstmals im Pilotmaßstab. Das Kooperationsvorhaben ist auf drei Jahren angelegt.

 

Air Products will CO2 energieeffizienter aus dem Rauchgas des Oxyfuel-Prozesses reinigen und abscheiden. Dazu setzen sie erstmals ein integriertes Verfahren zur Verdichtung, Reinigung und Abscheidung von CO2 in der Vattenfall-Pilotanlage ein. Mit dieser Technologie soll ein alternatives Verfahren zur Abscheidung von CO2 aus dem in der Pilotanlage anfallenden Rauchgas demonstriert werden.

 

Die neue Technologie kombiniert die Entfernung von Schwefel- und Stickoxiden aus dem Rauchgas sowie die CO2-Abscheidung. Die mit diesem neuen Verfahrensaufbau angestrebte Wirkungsgradverbesserung soll den Abscheidegrad von 90 auf 98 Prozent erhöhen.

 

„In einigen Jahren soll diese Technologie Marktreife erlangt haben - um dieses Ziel zu erreichen, ist noch viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit erforderlich”, kommentierte Hubertus Altmann, Kraftwerks-Vorstand bei Vattenfall in Deutschland, die Zusammenarbeit. „Durch die Kooperation mit Unternehmen wie Vattenfall, das im Bereich der CO2-Abscheidetechnik eine führende Position einnimmt, können wir für unsere neuartige Technologie zur CO2-Reinigung und Verdichtung den Nachweis der Praxistauglichkeit führen”, erklärte David J. Taylor von Air Products. 

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