Kraft-Wärme-Kopplung

Über die Wirtschaftlichkeit von Kraft-Wärme-Kopplung entscheidet meist die Nachfrage der Wärmenutzer im Sommer. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) sollte mindestens 5.500 Stunden im Jahr laufen. Die Auslegung eines BHKW erfolgt nach der Jahresdauerlinie (orange).

 

Bei diesem Berechnungsverfahren wird der Wärmebedarf der Nutzer über alle 8.760 Stunden eines Jahres nach Häufigkeit sortiert. Die Fläche unter der Kurve entspricht dem Jahreswärmebedarf. Die maximale Wärme wird nur an wenigen Stunden im Winter benötigt. Ein BHKW orientiert sich an der Wärmegrundlast – dem niedrigeren Teil der Kurve. Seine Leistung muss möglichst vollständig unter der Kurve liegen, um wirtschaftlich zu sein. Um den Spitzenbedarf zu decken, werden konventionelle Heizkessel zugeschaltet. Die Überproduktion des BHKW kann ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

 

Bild: BINE-Basisinfo Nr. 21 (10/2006)