Kombi-Kraftwerke

In einem Gas-Kombi-Kraftwerk sind Gasturbinen mit Dampfturbinen zusammengeschaltet. Nach dem Durchströmen der Gasturbine wird die noch vorhandene Wärme des Abgases über einen Wärmetauscher ausgekoppelt, um den Dampfprozess zu betreiben.

 

Das Herzstück eines Gas-Kombi-Kraftwerkes ist die Gasturbine mit einem Verdichter, der die Umgebungsluft ansaugt und bis auf einen Druck von 20 bis 30 bar verdichtet. In die Brennkammer zugeführtes Erdgas wird mit dieser komprimierten Luft verbrannt. Dabei entstehen Temperaturen von bis zu 1.500°C. Das heiße Abgas wird dann in der Turbine bis auf Umgebungsdruck entspannt und verrichtet dabei Arbeit, die teilweise zum Antrieb des Verdichters, überwiegend aber für den Generator benutzt wird.

 

In Gas-Kombi-Kraftwerken hat das Abgas der Gasturbine noch eine Temperatur von über 600°C. Es wird dann durch einen Abhitzekessel (Wärmetauscher) geführt. Dieser erzeugt auf mehrere Hundert bar verdichteten Dampf, der dann über Dampfturbinen entspannt wird. Anschließend wird der Dampf in einem Kondensator wieder verflüssigt. Das gesammelte Wasser wird wieder auf Druck gepumpt und dem Wärmetauscher erneut zugeführt. So entsteht ein geschlossener Wasser-/Dampfkreislauf.

 

 

Bild: Peter Lehmacher