Energieversorgung

Ausgangspunkt der Strompreisbildung ist der Großhandelsmarkt, auf dem sich die Preise nach den kurzfristigen Grenzkosten der im Erzeugungssystem verfügbaren Kraftwerke bilden. Das Kraftwerk, das zur Abdeckung der jeweiligen Lastspitze gerade noch eingesetzt werden muss, hat nach der Grenzkostenpreisregel eine herausragende Bedeutung, da dessen Erzeugungskosten zugleich den Großhandelspreis für Strom festlegen. Die Strompreise sind auf der Großhandelsebene nach einem Preisrückgang 2007 in 2008 wieder stark angestiegen. So erhöhte sich der Preis für Lieferung von Grundlaststrom um 73% auf 65,8 € für 1.000 Kilowattstunden (=1MWh), für Spitzenlaststrom um 66% auf 79,4 €/MWh. Die wesentlichen Gründe für diesen Preisanstieg liegen in der Zunahme der Brennstoffkosten (Gas und Steinkohle), aber auch in den Wirkungen des am 1. Januar 2005 eingeführten Emissionshandels.