Aktuell / 18.04.2013

Kollektorqualifizierung aus der Luft

Ein Quadrocopter misst deflektometrisch Parabolrinnen-Konzentratoren aus der Luft. (Quelle: DLR)

Luftgestützte Messsysteme helfen, komplette Solarfelder optisch zu untersuchen. QFly nennt sich ein Messsystem, bestehend aus einer Flugdrohne, die wahlweise eine CCD-Kamera oder eine Infrarotkamera mit sich trägt. Je nach Einsatzzweck überfliegt QFly das Solarfeld in unterschiedlichen Routen und nimmt dabei Bilder im sichtbaren oder im Infrarotbereich des Spektrums auf.

Aus den Bildern im sichtbaren Spektralbereich kann über deflektometrische Verfahren die Formtreue der Spiegeloberfläche bestimmt werden. Ergänzend werden Ansätze aus der Photogrammetrie genutzt, um unter anderem Abweichungen des Absorberrohrs, von der Brennlinie zu detektieren. Damit lassen sich Verformungen der Struktur erkennen. Zudem kann mit diesen Daten der optische Wirkungsgrad der gesamten Anlage mittels Strahlverfolgung bestimmt werden. Aus den Infrarot-Bildern lässt sich die Oberflächentemperatur der Glashüllrohre der Absorber bestimmen. Selbst bei 400 °C Betriebstemperatur sind diese Hüllrohre im Idealfall nur „handwarm“, dank der selektiven Beschichtung und des Vakuums im Inneren. Bei defekten Absorbern steigt die Hüllrohrtemperatur, was sich wiederum in den IR-Bildern erkennen lässt.