Aktuell / 20.05.2011

Kohlendioxid im Meeresboden speichern

Messgeräte im Mittelmeer. Bild: Miriam Weber/HYDRA

Die Sicherheit von CO2-Speicher in der Nordsee und im Barentssee untersuchen nun Forscher im Projekt ECO2. Unter der Leitung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) hat das von der Europäischen Union geförderte Vorhaben begonnen. In den kommenden vier Jahren untersuchen 27 Partnerinstitute aus neun Nationen die Umweltauswirkungen der Lagerung von Kohlendioxid im Meeresboden.

 

Die Abscheidung von Kohlendioxid (CO2) an Kraftwerken und Industrieanlagen und die anschließende Speicherung im Untergrund gilt aus Sicht der Europäischen Union als wichtige Technologie zur Vermeidung von klimaschädlichen CO2-Emissionen. Um zu ermitteln, wie sicher Kohlendioxid-Speicher im Meeresboden sind, wie sie sich überwachen lassen und welche Folgen Lecks für das Leben im Meer hätten, stellt die EU für das ECO2-Projekt rund 10,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Leitung des internationalen Projekts hat Prof. Dr. Klaus Wallmann, Geowissenschaftler am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR), übernommen. Von Kiel aus wird nicht nur die Arbeit der Wissenschaftler, sondern auch die Kooperation mit Vertretern von Umweltorganisationen, der EU-Administration und der Wirtschaft gesteuert. „Die EU unterstützt CO2-Demonstrationsprojekte mit mehreren Milliarden Euro, um die CCS-Technologie zur Marktreife zu bringen. Bei einem Großteil der geförderten Projekte soll das anfallende CO2 im Meeresboden eingelagert werden“, erklärt Wallmann. Über 100 Forscher aus neun Nationen sind an ECO2 beteiligt.

Aktuell geförderte Projekte: