Standpunkt / 12.11.2012

Interview mit Klaus Metzger: Jeder profitiert vom Wissen der Partner

In der Steuerungswarte zeigt Klaus Metzger den Betrieb der beiden Hochtemperatur Werkstoff Teststrecken (HWT I und HWT II) an den Überwachungsbildschirmen (mitte). Bild: Christina Geimer/BINE Informationsdienst

Mit zwei Hochtemperatur Werkstoff Teststrecken testen Kraftwerksbetreiber, Wissenschaftler und Hersteller am Grosskraftwerk Mannheim (GKM) Werkstoffe für die 700°C-Technologie. Der Projektleiter, Betriebsingenieur Klaus Metzger, spricht über seine Einschätzung des Projektes.

 

Kraftwerkforschung.info: Wo wollen Sie hin?


Metzger:
Die neuen Kraftwerke sollen effizienter und flexibler werden, um den Anforderungen des Energiemarktes zu entsprechen. Wir testen Materialien aus Nickel-Basis-Legierungen für hohe Dampftemperaturen. Die Erkenntnisse können wir überall dort einsetzen, wo heiße Medien zur Stromerzeugung beitragen, wie bei der Sonnenenergie.

 

Kraftwerkforschung.info: Was treibt Sie in dem Projekt an?


Metzger:
Als Betriebsingenieur im GKM arbeite ich seit über zehn Jahren auch mit der Forschung zusammen. Mein Ziel ist, die zukünftigen Technologien vorzubereiten. Diese sollen die Energieversorgung sicherstellen, eine hohe Brennstoffausnutzung haben und umweltschonend sein.

 

Kraftwerkforschung.info: Worin besteht Ihr Beitrag im Forschungsprojekt?


Metzger:
Es ist mir gelungen, die verschiedenen Interessen aus der Industrie und der Wissenschaft zusammen zu bringen. Dadurch konnte jeder für sein jeweiliges Bauteil das Wissen der Projektpartner aus den unterschiedlichen Bereichen nutzen. Somit kann jeder ein Produkt generieren, welches vom Wissensgewinn profitiert. Durch den Aufbau der Teststrecke hier in Mannheim konnten wir unser Wissen über die Betriebsweise einfließen lassen.