Aktuell / 15.08.2013

Gasturbinen: Neuer Brennkammerprüfstand beim DLR

So wird der Hochdruckbrennkammerprüfstand, HBK5, aussehen. Das DLR hat in Köln bereits vier Brennkammerprüfstände in Betrieb. Bild: DLR

Im August 2013 setzte das DLR gemeinsam mit seinen Industriepartnern Alstom und Rolls-Royce den Spatenstich für den neuen Brennkammerprüfstand. „Wir ermöglichen damit der Industrie die Entwicklung technisch überlegener Produkte und diese sind der Schlüssel für mehr Umweltverträglichkeit und wirtschaftlichen Erfolg“, sagte DLR-Vorstandsmitglied Klaus Hamacher. Die Anlage wird in der Forschungskooperation eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit von Brennkammern zu steigern. Gleichzeitig sollen die Abgas- und Lärmemissionen von Gasturbinen signifikant gesenkt werden.

 

In dem neuen Hochdruckbrennkammerprüfstand (HBK5) sollen ab Mitte 2014 Brennkammer-Tests durchgeführt werden. Sie tragen zur Entwicklung künftiger Generationen von Flugzeugtriebwerken und Kraftwerksturbinen bei. „Auf dem neuen Prüfstand werden wir unsere Brennkammertechnologien unter nahezu triebwerksidentischen Bedingungen testen können. Im Vordergrund steht dabei, mit neuartigen Brennkammerkonzepten die Schadstoff-Emissionen von Triebwerken weiter zu senken, um unseren Kunden auch in Zukunft die umweltfreundlichsten Antriebe zur Verfügung stellen zu können“, erklärt Dr. Norbert Arndt, Director Engineering Systems and Services bei Rolls-Royce.

Den Spatenstich für den neuen Brennkammerprüfstand setzten Vertreter vom DLR, Alstom und Rolls-Royce im August 2013. Bild: DLR

Der HBK5 ist mit 125 MW thermischer Leistung ausgestattet. An ihm kann ein breites Spektrum von Brennstoffen erprobt werden. In der Brennkammer einer Gasturbine wird die Energie des Kraftstoffes freigesetzt. Um die Effizienz zukünftiger Generationen von Gasturbinen zu steigern, streben die Forscher an, die Verbrennungstemperaturen zu erhöhen. Die experimentelle Erprobung unter realistischen Bedingungen, wird am HBK5 durchgeführt. „Der neue Prüfstand wird Ergebnisse liefern, die für unsere Produkte im Bereich der Stromerzeugung genutzt werden können. Diese Produkte werden in den deutschen Werken in Mannheim und Bexbach sowie an weiteren Standorten weltweit produziert und montiert“, sagt Charles Soothill, SVP Technology & CTO Alstom Thermal Power.

 

Das DLR wird den HBK5 in seinem Zentrum für Verbrennungstechnik über 30 Jahre betreiben. Alstom und Rolls-Royce werden ihre Versuchsbrennkammern und neu entwickelten Brennerkomponenten für die Tests nach Köln bringen.