Aktuell / 05.10.2012

Fraunhofer-Projekt: Turbo Keramik für Turbinen

Das Herzstück einer dezentralen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage: Dr. Matthias Gohla zeigt den Turbinenläufer einer Mikrogasturbine. Bild: Anna Mahler/Fraunhofer IFF

Turbinen sind heute meist komplett aus Stahl gefertigt. Das schränkt die Verwendung ein. Denn Turbinen aus Stahl können nicht mit Synthesegas und Biomasse arbeiten. Durch die Verwendung des Werkstoffs Keramik soll sich das ändern.

Zum Forschungsprojekt „Turbo Keramik“ erklärt Dr. Matthias Gohla vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF: "Im Vergleich zu metallischen Werkstoffen können keramische Materialien gegenüber höheren Temperaturen stabiler sein. Außerdem soll untersucht werden, ob die Resistenz von keramischen Materialien gegenüber korrosiv wirkenden Gaskomponenten gegebenenfalls besser ist." Die Forscher vermuten, dass Keramiken resistenter im Verschleiß sind.

 

Turbinen für den Einsatz erneuerbarer Energien

Voraussetzung für den Einsatz von Synthesegas als Brennstoff ist neben dem Werkstoffeinsatz auch die Anpassung der Brenner-, Brennkammer- und Turbinengeometrie. Die Forscher entwickeln derzeit keramische Werkstoffe und Herstellungsprozesse für hochtemperaturbelastete Turbinenbauteile. Dabei untersuchen sie Beschichtungs- und Fügeverfahren für die Bauteile. Die Wissenschaftler von Fraunhofer errichten einen Teststand, in dem eine Gasturbinenanlage mit keramischen Bauteilen sowohl mit fossilem Erdgas als auch mit biogenen Synthesegasen getestet werden kann...

Weitere Seiten

Aktuell geförderte Projekte: