Aktuell / 18.01.2017

Forschungsnetzwerk Energie – Flexible Energieumwandlung

Schwingungsuntersuchungen an der Leibniz Universität Hannover. | Copyright: AG Turbo, Universität Hannover

 

Am 24. Februar 2017 wird sich auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Forschungsnetzwerk „Flexible Energieumwandlung“ gründen. Dieses umfasst hocheffiziente und flexible Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen, solarthermische Kraftwerke und Verfahren zur CO2-Abtrennung und Verwertung. Die bisherige Forschungsinitiative Cooretec wurde am 7. Nov. 2016 geschlossen und wird in das neue Netzwerk integriert.

Versuchsanlage auf der Plataforma Solar in Almeria in Spanien. Hier testen und optimieren Forscher unter anderem Parabolspiegel. | Copyright: DLR

Als zentraler Baustein der Energiewende soll die Stromversorgung in Deutschland klimaverträglicher werden. Hier setzt die Bundesregierung in erster Linie auf erneuerbare Energien. Bis zum Jahr 2050 werden die erneuerbaren Energien bereits 80% der Stromversorgung in Deutschland übernehmen. Im Verbund mit diesen werden flexible Kraftwerkstechniken einen wichtigen Beitrag für eine sichere Stromversorgung leisten. Hierfür sind Forschungs- und Entwicklungsarbeiten notwendig. Diese sollen auch innovative CO2-Technologien für sektorübergreifende Anwendungen berücksichtigen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert daher Forschungsvorhaben in diesem Sektor auch in Zukunft. Die Förderbekanntmachung „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ des BMWi vom 8. Dez. 2014 benennt die Forschungsschwerpunkte (Punkte: 3.4 und 3.6).

 

Durch die veränderten Aufgaben im Stromnetz der Zukunft stehen konventionelle Kraftwerke vor einer Reihe von neuen technologischen und ökonomischen Herausforderungen: Im Teil- und Mindestlastbetrieb müssen sie ressourcen- und kosteneffizient arbeiten, An- und Abschaltvorgänge müssen im Vergleich zu früheren Kraftwerksgenerationen schneller erfolgen und sie müssen mit unterschiedlichen Brennstoffen arbeiten können. Ein Beispiel dazu sind biogene Rest- und Abfallstoffe. Geeignete Speicherlösungen sind ein weiteres, zentrales Thema. Diese technologischen Entwicklungen bei Komponenten und Verfahren gewinnen auch beim Export zunehmend an Bedeutung und leisten damit einen Beitrag zum internationalen Klimaschutz.