Neues aus dem Kraftwerk Forschung III/2011

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Flexibel hoch fünf

Mitte November haben sich im Bundeswirtschaftsministerium in Bonn 31 Forscher aus Wirtschaft und Wissenschaft zum neuen COORETEC-Beirat zusammengefunden, der ab dem Jahr 2012 helfen soll, die Forschung und Entwicklung von CO2-Reduktionstechnologien zu koordinieren. Für die seit 2004 laufende COORETEC-Initiative stellt das BMWi im Förderbereich „Kraftwerkstechnologien und CCS“ zukünftig rund 20 Millionen Euro pro Jahr bereit. In fünf Arbeitsgruppen geht es um Forschungsprojekte für effiziente, flexible und emissionsarme Kraftwerksprozesse und dazugehörige, optimale Turbomaschinen. Mehr…

Membrantechnologien für den Klimaschutz

In den kommenden Jahrzehnten wird die Energieversorgung weiter zu großen Teilen auf fossilen Rohstoffen basieren. Daher wollen Forscher neue Verfahren entwickeln, die beim Verbrennungsprozess entstehende Treibhausgase abtrennen - einfach und günstig durch Membrane. Mit dem Thema „Gasseparationsverfahren für CO2-freie fossile Kraftwerke“ verstärkt die Helmholtz-Gemeinschaft die Forschung auf diesem Gebiet. Vier Helmholtz-Zentren und vier Universitäten treiben gemeinsam die Entwicklung neuartiger Membrantechnologien zur CO2-Abscheidung voran. Mehr…

Beste Brenner für Wasserstoff in Gasturbinen

Wasserstoff kann ein klimaneutraler Brennstoff sein. Doch das Gas passt nicht zu jeder Kraftwerksturbine. Seit Ende September 2011 läuft beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart die zweite Phase des Projekts „BIGH2“. Das Forschungsprojekt zur Entwicklung wasserstoffbetriebener Gasturbinen wird vom Bundeswirtschaftsministerium und dem norwegischen Staatsunternehmen GASSNOVA  gefördert. Ziel der Forschungsarbeiten ist es, mithilfe aufwendiger Verfahren der Computersimulation einen Brenner für Gasturbinen zu entwickeln, der bei niedrigen Schadstoffemissionen eine sichere und effiziente Verbrennung von Wasserstoff ermöglicht. Mehr…

CCS-Technologie „nicht dämonisieren“

Der Bundesrat hat das umstrittene Gesetz zur Abspaltung und Speicherung von CO2 aus Kraftwerksabgasen abgelehnt. Die öffentliche Debatte über Carbon Capture and Storage, kurz CCS, sei derzeit geprägt von vielerlei Ängsten. Das meint Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), und weist vor diesem Hintergrund auf die Bedeutung der Technologie für den Klimaschutz hin. Mehr…

Weitere CCS-Testanlage im Heizkraftwerk Heilbronn

Der Energieerzeuger EnBW Kraftwerke AG hat Mitte Juli am Kraftwerksstandort Heilbronn eine zweite Testanlage zur Abscheidung von CO2 in Betrieb genommen. Aus dem Betrieb der Testanlage will die EnBW Erfahrungen sammeln, wie sich die CO2-Emissionen fossiler Kraftwerke weiter begrenzen lassen und wie sich die Zukunftstechnologie der Abscheidung noch effizienter und praxisnaher weiterentwickeln lässt. In Heilbronn kommt ein Verfahren zum Einsatz, das die beim Verbrennungsprozess entstehenden Rauchgase mittels wässriger Aminlösung von CO2 reinigt. Mehr…

Neue Weichenstellung nach Energiewende

Die Bundesregierung will in den kommenden Jahren Forschung fördern, die zu "einer umweltschonenden, zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung" beiträgt. Das neue 6. Energieforschungsprogramm ersetzt seinen Vorgänger von 2005. Der Plan sieht vor, das Jahresvolumen der Fördergelder der Bundesregierung bis 2014 auf eine Milliarde Euro zu steigern. Kraftwerkstechnik und CCS spielen in dem Programm eine wichtige Rolle. Mehr…

Abscheiden von Kohlendioxid ist wettbewerbsfähig

Eine neue Studie von Alstom Power sieht „Carbon Capture and Storage“ auf gutem Wege. „Wir sind jetzt überzeugt, dass die Technologie zur Kohlendioxidabscheidung funktioniert und kosteneffektiv ist“, sagte der Präsident von Alstom Power, Philippe Joubert,  Anfang Juni während der PowerGen Europe in Mailand. Auf der Konferenz legte er Ergebnisse einer Studie vor, die auf Grundlage von 13 Pilot- und Demo-Projekten des Unternehmens durchgeführt und von unabhängigen Experten bestätigt wurde. Mehr…

Braunkohle kann mehr als brennen

Freiberg erhält ein nationales Zentrum für Energierohstoffe. Das neue Kompetenzzentrum soll die kohlendioxidarme Nutzung der Braunkohle in der chemischen Industrie fachübergreifend erforschen. Mit der Neugründung des Deutschen Brennstoff-Instituts als DBI-Bergakademie will die Technische Universität Freiberg an die lange Tradition der Kohleforschung in Sachsen anknüpfen. Mehr…

Jülich heizt Gasturbinen ein

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben für den Triebwerkshersteller Rolls-Royce einen neuen Teststand entwickelt. Dort können Gasturbinen-Bauteile Belastungstests unterzogen werden. Die Lebensdauer der Bauteile und die Gründe, warum sich eine Beschichtung löst, werden so untersucht und bewertet. Mehr…

Neues Verfahren zur Rauchgaswäsche in Lausitz

Die Oxyfuel-Technologie zur CO2-Abscheidung in Kohlekraftwerken soll effizienter werden. Der europäische Energieversorger Vattenfall und die Firma Air Products aus den USA haben dazu ein gemeinsames Forschungsvorhaben in Schwarze Pumpe (Brandenburg) begonnen. Air Products testet hier sein neues Verfahren erstmals im Pilotmaßstab. Die US-Technik bietet Alternativen bei der CO2-Verflüssigung. Das auf eine Gesamtdauer von drei Jahren angelegte Kooperationsvorhaben genießt internationale Aufmerksamkeit. Mehr…

Erstes kommerzielles Solarturmkraftwerk mit Wärmespeicher

Das spanische Kraftwerk leistet 19,9 Megawatt und hat als weltweit erstes kommerzielles CSP-Kraftwerk mit zentralem Solarturm und Wärmespeicher die Stromversorgung von 25.000 Wohnungen in der spanischen Region Andalusien aufgenommen. Durch das Kraftwerk sollen jährlich Emissionen von über 30.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Das Solarturmkraftwerk bei Sevilla kostete 171 Mio. Euro. Mehr…

Call for Papers: International Conference on Chemical Looping

The conference of the alternative concept for efficient and clean use of fossil resources will be organized at EST-TU Darmstadt Germany by Prof. Dr.-Ing. B. Epple in October 2012. It is the second of its kind. The first International Conference on Chemical Looping was at IFP (Institut Francais Petrol) in Lyon (France) in 2010. Please submit documents via email. Abstract (one page), deadline is March the 10th 2012. More…     

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