Standpunkt / 13.11.2012

COORAL: Empfehlungen für Pipelines

Doktorand Benedikt Paschke erforscht an der TU Hamburg-Harburg die Korrosion von Pipelines zum Transport von CO2-Gemischen. Foto: Christina Geimer/BINE Informationsdienst

Im Verbundprojekt COORAL untersuchen zehn Forschungspartner bis Ende 2012 diese Frage: Welche Anforderung die Speicherung und der Transport an die Abscheidung von CO2-Emissionen von Kraftwerken stellen. Einer der Wissenschaftler ist Doktorand Benedikt Paschke. An der TU Hamburg-Harburg hat er die Korrosion von Pipelines mit verschiedenen CO2-Gemischen untersucht. Mit eindeutigem Ergebnis.


Innerhalb des Forschungsprojektes COORAL untersucht Benedikt Paschke, wissenschaftlicher Mitarbeiter, die Korrosion von Pipelines für den Transport abgeschiedener CO2-Emissionen. Seine Forschungsfrage: Welche CO2-Reinheit ist für den Pipelinetransport nötig?

Keine Korrosion bei reinem CO2


Das aus Rauchgas abgeschiedene CO2 enthält auch Begleitstoffe wie Stickoxide und Schwefeloxide, die das Korrosionsrisiko innerhalb einer Pipeline signifikant  erhöhen können. Reines trockenes CO2 dagegen ist nicht korrosiv. Es gibt bereits viele Erfahrungen mit dem Transport von CO2. Schon seit vier Jahrzehnten wird in den USA CO2 aus Vergasungsverfahren sicher in Pipelines transportiert.

 

Auch mit untersuchten CO2-Abscheidetechnologien kann das CO2 in äußerst reiner Form abgetrennt werden. Doch desto weniger Bestandteile das Rauchgasgemisch nach der Abscheidung haben darf, desto teurer ist das Verfahren, erläutert Paschke: "CO2 kann man lebensmittelrein abscheiden. Aber bei unseren Versuchen geht es darum, wie rein das CO2 sein muss, damit es wirtschaftlich transportiert und gespeichert werden kann."

 

Paschkes Versuchsstand besteht aus vier korrosionsbeständigen Hochdruckautoklaven. In diesen Druckbehälter legt er kleine Metallplättchen aus gängigen Pipelinematerialien. Dann werden sie verschiedenen CO2-Gemischen ausgesetzt. Anschließend misst Paschke die Korrosion und rechnet sie auf die Lebensdauer hoch.

 

Das Ergebnis seiner Arbeit ist eindeutig: "Je reiner wir das CO2 benötigen, desto teurer ist die Abscheidung. Aber meine Arbeit hat ergeben, dass die aus korrosionstechnischer Sicht notwendigen CO2-Reinheitsgrade mit vertretbarem Aufwand zu erreichen sind." So laufen die Versuche ab...

Hintergrundinformation

Forschung zu CSS-Technologien:
Kohlendioxid abtrennen und lagern
BINE-Projektinfo 12/2007