Standpunkt / 08.09.2010

CCS-Pilotanlage: Ergebnisse nach 8.000 Betriebsstunden

Hubertus Altmann ist Mitglied des Vorstandes von Vattenfall. Er ist zuständig für die Kraftwerks-Sparte. Bild: Vattenfall
Hubertus Altmann ist Mitglied des Vorstandes von Vattenfall. Er ist zuständig für die Kraftwerks-Sparte. Bild: Vattenfall

Vattenfall-Vorstand Hubertus Altmann zieht eine positive Zwischenbilanz nach zwei Jahren Probebetrieb der CCS-Pilotanlage im brandenburgischen Schwarze Pumpe. Seit dem 8. September 2008 wird in Schwarze Pumpe das Oxyfuel-Verfahren zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid erforscht. Rund 4.700 Tonnen CO2 wurden bislang aus dem Kraftwerksprozess abgeschieden und verflüssigt. Die Abscheiderate liegt bei mehr als 90 Prozent. Das internationale Interesse ist hoch: 6.000 Besucher aus mehr als 50 Ländern besichtigten die in den letzten zwei Jahren.


Nach mehr als 8.000 Betriebsstunden zieht Vattenfall-Vorstand Hubertus Altmann zieht eine positive Zwischenbilanz: „Die Ergebnisse, die der Forschungsbetrieb der Pilotanlage bislang geliefert hat, sind sehr vielversprechend. Was wir hier lernen, fließt unmittelbar in die nächste Stufe des Projektes, den Bau eines Demonstrationskraftwerkes in Jänschwalde, ein. Die Erforschung der Technologie ist nicht nur für Vattenfall wichtig: Für die beteiligten Firmen besteht die Möglichkeit, hier neue Anlagenkomponenten und Methoden zu testen. Das ist für die weitere Entwicklung dieser klimaschonenden Art der Braunkohleverstromung enorm hilfreich – und auch für energieintensive Branchen interessant.“

 

Die Anlage stellt für die Ingenieure den Schritt vom Labor in die Praxis dar. Mit den hier gewonnenen Erkenntnissen will Vattenfall ein Demonstrationskraftwerk am Standort Jänschwalde errichten. Noch fehlt allerdings mit dem CCS-Gesetz eine verlässliche rechtliche Rahmenbedingung, um die Technologie weiter voran zu treiben.

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