Aktuell / 18.03.2011

Ausbau der Cottbuser Forschung zur Trocknung von Braunkohle

Diese Versuchsanlage trocknet Braunkohle bei hohem Druck und niedrigen Temperaturen. Bild: BTU Cottbus

An der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus forschen Kraftwerkstechniker an effizienteren Technologien, um den Ausstoß von Kohlendioxid in Braunkohlekraftwerken zu senken. Das Bundeswirtschaftsministerium und fünf Industriepartner fördern mit weiteren 1,9 Millionen Euro das Projekt zur Weiterentwicklung der Druckaufgeladenen Dampfwirbelschicht-Trocknung von Braunkohlen (DDWT).

 

Ziel des Forschungsprojektes ist es mit DDWT in den Kraftwerken der Zukunft die bisherigen Trocknungsverfahren für Braunkohle abzulösen. Während die Kohle bislang gleichzeitig gemahlen und mit heißem Rauchgas aus dem Kraftwerkskessel getrocknet wird, wollen Prof. Hans Joachim Krautz und sein Team die Braunkohle mit geringeren Temperaturen und damit energieeffizienter trocknen.

 

Der jetzt erfolgte Förderbescheid des Bundeswirtschaftsministeriums verlängert die erfolgreiche Projektarbeit der Forscher. Es entstehen Arbeitsplätze für vier akademische Mitarbeiter und zwei Techniker.

Der Schritt zwischen Labor und Großproduktion

Schon im Jahr 2002 wurde am Lehrstuhl Kraftwerkstechnik in Cottbus die weltweit erste Versuchsanlage im Technikumsmaßstab errichtet. Sie dient als Schritt zwischen Laboratorium und Großproduktion. Mit Partnern aus der Wirtschaft und Industrie hat das Wissenschaftlerteam belegt, dass die Verfahrenstechnik funktioniert und der Wärmeübergang beim Trocknen mit steigendem Druck zunimmt.

 

Die Wissenschaftler erwarten, dass sie durch die Integration einer DDWT-Anlage in ein Kohlekraftwerk den Wirkungsgrad um bis zu fünf Prozentpunkte steigern können. Dadurch würde der CO2-Ausstoß um über zehn Prozent gesenkt.

Aktuell geförderte Projekte:

Druckaufgeladenen Dampfwirbelschicht-Trocknung von Braunkohlen