CO2-Technologien

CO2-Emissionen aus Kraftwerken und Industrieanlagen lassen sich – unter Einsatz weiterer Energie – stofflich weiterverwenden oder chemisch in gut speicherfähige Energieträger umwandeln. Für den Energiebedarf kommen Stromüberschüsse infrage, die zeitweise im Netz nicht benötigt werden und die sich bisher großtechnisch nicht im ausreichenden Maße speichern lassen. Damit eröffnen sich technologische Pfade, die unter der Bezeichnung Power-to-X Technologien zusammengefasst werden. Hierzu gehören beispielsweise: Power-to-Gas, Power-to-Chemicals, Power-to-Liquid, Power-to-fuel und weitere. Mögliche Produkte sind beispielsweise chemische Grundstoffe, wie Polyurethan, sowie synthetische Treibstoffe (z. B. Kerosin) oder synthetisches Erdgas. Diese Entwicklung trägt zu einer stärkeren Vernetzung bisher getrennt agierender Industriesektoren bei, der sogenannten Sektorkopplung. Beispiele dafür sind eine stärkere Kopplung der konventionellen Kraftwerke mit der chemischen Industrie (Grundstoffe) und dem Mobilitätssektor (Treibstoffe).

Aktuell / 10.10.2016

Stromüberschüsse lassen sich nutzen, um Wasserstoff mittels Elektrolyse zu erzeugen. Einen Teil dieses Wasserstoffs kann direkt dem Erdgas beigemischt und ins Erdgasnetz eingespeist werden. Der dann noch übrig bleibende Rest lässt sich für eine nachgeschaltete Methanisierung verwenden. Im Test hat ein neu entwickeltes biologisches Verfahren vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Das System ist für kleine, dezentrale Anlagen geeignet und zeichnet sich durch einen geringen Energiebedarf aus. weiterlesen

Aktuell / 23.10.2015

Auf einem neuen Teststand in Pullach wird die effiziente Erzeugung von Synthesegas erprobt. Ein Rohrreaktor erzeugt Synthesegas – eine Verbindung aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Der Prozess basiert auf der Trockenreformierung. Das Gas kommt als wertvoller Grundstoff in chemischen Verfahren zum Einsatz. Die Linde AG führt die Forschungsarbeiten gemeinsam mit Partnern durch. weiterlesen